Wagener-Stiftung
Stiftung für Sozialpädiatrie

Förderung der Sozialpädiatrie

Die Wagener-Stiftung wurde 2005 als gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel der Förderung der Sozialpädiatrie gegründet. Die Sozialpädiatrie befasst sich mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, die von geistiger, körperlicher und/oder seelischer Behinderung betroffen oder bedroht sind. Das Spektrum reicht von der Nachbetreuung von Risikoneu- und Frühgeborenen über Kinder mit Entwicklungsstörungen bis hin zur Betreuung von schwer-mehrfachbehinderten Patienten. Der Ansatz beinhaltet nicht nur medizinische Aspekte, sondern berücksichtigt genauso pädagogische, psychologische und fachtherapeutische Perspektiven - jeweils unter Einbeziehung des familiären und sozialen Umfeldes. Die Wagener-Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Verbesserung der Kenntnisse zu leisten. Dies geschieht z.B. in Form von Ausbildungsstipendien, Fortbildungsveranstaltungen oder Forschungsprojekten.

Die Wagener-Stiftung war in den vergangenen Jahren wesentlich an Forschungsprojekten zur Messung und Verbesserung der Qualität in der Sozialpädiatrischen Versorgung beteiligt. Initial erfolgte gemeinsam mit der DGSPJ und dem Institut für Gesundheitssystemforschung der Universität Witten/Herdecke eine erste Bestandsaufnahme in Bezug auf Qualitätsindikatoren. Solche wurden zunächst für das Krankheitsbild ADHS entwickelt und anschließend auch validiert. Aus dieser Arbeit resultierten zwei Veröffentlichungen (die über den jeweiligen Link erreichbar sind). 

Aktuell stehen Forschungsprojekte zu den Themen "Anfallsunterbrechung durch die Eltern bei epileptischen Anfällen  bei Kindern und Jugendlichen" und zur "Laienverständlichen Aufklärung vor genetischen Untersuchungen" sowie zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation im Mittelpunkt. Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Unterpunkt "Projekte".

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen und betrifft ca. 5% der Kinder. ADHS ist in unserer heutigen Gesellschaft einer der Erkrankungen, die eine hohe und kontroverse Medienpräsenz hat und die häufig emotional besetzt ist und diskutiert wird. Hinzu kommt, dass die Diagnosehäufigkeit bundesweit erheblich von Region zu Region schwankt, ohne dass dafür bislang eine zufriedenstellende Erklärung gefunden werden konnte. Unter der Idee, dass möglicherweise der Wissenstand oder Einstellungen zu ADHS eine Rolle spielen könnten, haben wir eine entsprechende Literaturrecherche durchgeführt. Der Bericht steht hier frei als pdf-Datei zur Verfügung.


Grußwort

"Der Bitte der Wagener-Stiftung, die Schirmherrschaft zu übernehmen, habe ich gerne entsprochen. Ehrenamtliches Engagement ist in Zeiten knapper werdender Ressourcen ein wertvolles Gut, welches Unterstützung verdient.

Die Wagener-Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit manifesten oder drohenden Behinderungen - sei es seelischer, körperlicher oder geistiger Art - zu verbessern. Kinder sind unsere Zukunft - so breitgetreten dieser Satz teilweise wirkt, so wichtig ist ein Interesse an den Bedingungen der Kindesentwicklung im Kontext des gesellschaftlichen Wandels.

Aufgrund vielfältiger Einflussfaktoren sind Untersuchungen zur Kindesentwicklung und Vermittlung der Ergebnisse sehr aufwändig. Eine Unterstützung der deutschen Sozialpädiatrie im Sinne der Optimierung von Forschung und Weiterbildung kann nur begrüßt werden.

Ich wünsche der Wagener-Stiftung breite Unterstützung und viel Erfolg in ihrem Bemühen."

Peter Kloeppel (Schirmherr der Wagener-Stiftung)