Wagener-Stiftung
Stiftung für Sozialpädiatrie

Laufende Projekte

 

Studie zur „Verordnung von Notfallmedikamenten bei Kindern bzw. Jugendlichen mit epileptischen Anfällen im klinischen Alltag“

Epileptische Anfälle treten bei ca. 5 % aller Menschen auf, in erster Linie im Kindesalter. Zumeist sind sie nicht gefährlich (auch wenn es so aussieht). Bei länger dauernden Anfällen oder Anfallsserien droht jedoch die Gefahr eines sog. Status epilepticus. Dabei handelt es sich um einen potentiell lebensbedrohlichen und somit behandlungsbedürftigen Zustand. Seit längerem gibt es bereits Medikamente, die auch außerhalb eines Krankenhauses und von Laien gegeben werden können. Die Medikamente haben jeweils spezielle Vor- und Nachteile haben. Es gibt kein Medikament, was sich als eindeutig überlegen erwiesen hat und generell empfohlen wird. Wir wollen in verschiedenen Kliniken den gelebten Alltag erfassen: welche Notfallmedikation wird bei Entlassung aus einem stationären Aufenthalt empfohlen und von welchen Variablen und Einflussfaktoren ist dies abhängig? Es handelt sich um eine multizentrische Studie, wobei die Daten in Oberhausen und Wuppertal erhoben werden.

 

Zwei Studien zur Aufklärung bei genetischen Untersuchungen

Zur Ursachenklärung bei Kindern mit Entwicklungsstörungen, Behinderungen und Epilepsien haben in den letzten Jahren genetische Untersuchungsmethoden erheblich an Bedeutung gewonnen und stehen bei vielen Kindern mit zunächst unklarer Ätiologie im Mittelpunkt der Diagnostik. Das Gendiagnostikgesetz (2010) stellt hohe Ansprüche an die Aufklärung vor genetischen Untersuchungen, wobei sich die Frage nach der Alltagspraktikabilität stellt. Dies hat auch der Deutsche Ethikrat in seiner Stellungnahme „Die Zukunft der genetischen Diagnostik – von der Forschung in die klinische Anwendung“ ausgeführt und auf das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit bzw. Umsetzbarkeit hingewiesen. Wir suchen im Internet nach verfügbaren Informationen  und bewerten diese nach wissenschaftlichen Kriterien, auch in Hinblick auf Lesbarkeit etc. . Zusätzlich erfolgte eine Befragung betroffener Eltern nach Ihren Bedarfen.

 

Qualitative Untersuchung zum Kommunikationsverhalten im medizinischen Bereich

Bei dieser Studie handelt es sich um ein Kooperationsprojekt gemeinsam mit Prof. Dr. Olivier Berthod an der Jacobs University. Es geht um die Frage, inwieweit einfache Änderungen im Kommunikationsverhalten beim Arzt-Patienten-Kontakt eine Verbesserung der Verständlichkeit bewirken können.